Ein gutes 2019 – und lasst uns altersfreundliche Städte und Kommunen schaffen!

Ich wün­sche euch allen ein wun­der­ba­res Jahr 2019 – in das die Ham­bur­ger Grü­nen Alten/60 plus mit der Idee ein­stei­gen, Ham­burg zur age-fri­end­ly City zu machen. Ein Kon­zept, dem bereits vie­le Städ­te fol­gen, von Stock­holm, Oslo, Ams­ter­dam über Den Haag, Brüs­sel, Lon­don, Reyk­ja­vik, Glas­gow, Sevil­la, Seat­tle bis zu Mia­mi, Tou­lon und Bue­nos Aires.…

Age-fri­end­ly Cities and Com­mu­nities

Age-fri­end­ly Cities and Com­mu­nities (AfC) bezeich­net eine Initia­ti­ve der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO). Ziel ist die Schaf­fung eines welt­wei­ten Netz­wer­kes von Städ­ten und Gemein­den, die eine alters­freund­li­che Gestal­tung anstre­ben. Die­ser welt­wei­te Aus­tausch von Ide­en, Fra­gen und Bei­spie­len aus der Pra­xis wird hel­fen, das direk­te Wohn­um­feld der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gemäß demo­gra­fi­scher Her­aus­for­de­run­gen zu gestal­ten. Die Ergeb­nis­se die­nen allen Genera­tio­nen.

Die Basis die­ser Initia­ti­ve bil­det das Kon­zept Aktiv Altern der WHO, in dem Rah­men­be­din­gun­gen und Vor­schlä­ge für poli­ti­sches Han­deln defi­niert sind.

Bei­spiel Tam­pe­re, Finn­land

Tam­pe­re, Finn­land, ist eine der von der WHO gekür­ten „age-fri­end­ly City“, Vertreter*innen des Kon­zepts waren Ende letz­ten Jah­res bei einer Ver­an­stal­tung der Kör­ber-Stif­tung in Hamburg.In Finn­land ist man 10 Jah­re frü­her dran mit den Baby­boo­mern, des­halb hat sich der demo­gra­fi­sche Wan­del dort schon frü­her aus­ge­wirkt. 

Alters­hei­me waren zu teu­er, des­halb woll­te man ver­su­chen, dass Älte­re in ihren Woh­nun­gen woh­nen blei­ben kön­nen. Man woll­te Älte­re in der Gemein­schaft hal­ten und nicht aus­sor­tie­ren. Bar­rie­re­frei­heit war Vor­aus­set­zung dafür, davon haben natür­lich auch ande­re Bevöl­ke­rungs­grup­pen pro­fi­tiert (z.B. Eltern mit klei­nen Kin­dern, Behin­der­te). Zen­trum der Age-fri­end­ly City ist der soge­nann­te Markt­platz, an dem sich a l l e Ein­rich­tun­gen und Bera­tun­gen fin­den, die Älte­re brau­chen. Mit  kos­ten­lo­sen Ange­bo­ten der Stadt, einem Elder­ly Coun­cil mit gewähl­tem Vor­stand und pri­va­ten Ange­bo­ten von der Phy­sio­the­ra­pie bis zur Ernäh­rungs­be­ra­tung, die bezahlt wer­den müs­sen.

In dem Modell-Stadt­teil Her­van­ta wird aus­pro­biert, wie mit ver­kehrs­be­ru­hig­ten Zonen, siche­ren Wegen und nied­ri­gen Bord­stei­nen Zugäng­lich­keit gestal­tet wer­den kann. Um digi­ta­le Ange­bo­te wahr­neh­men zu kön­nen, kann man sich ein Ipad aus­lei­hen. 

Auf der Home­page der Kör­ber-Stif­tung fin­det sich eine kur­ze Zusam­men­fas­sung (https://www.koerber-stiftung.de/koerber-demografie-symposien/symposien/symposium-2018/bericht-symposium-2018). Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum WHO-Netz­werk alters­freund­li­cher Städ­te unter http://www.who.int/ageing/projects/age_friendly_cities_network/en/.

In Deutsch­land gibt es bis­her nur eine age-fri­end­ly Stadt, näm­lich Rade­vormwa­ld, die in das Glo­bal Net­work for Age-fri­end­ly Cities and Com­mu­nities(GNAFCC) am 4. Novem­ber 2016 auf­ge­nom­men wur­de.

Die Stadt und der Trä­ger­ver­ein aktiv55plus rie­fen einen Len­kungs­aus­schuss ins Leben; ihm gehö­ren an für

die Stadt­ver­wal­tung                       Regi­ne Schmidt,
den Trä­ger­ver­ein aktiv55plus       Dr. Rein­hold Hikl, Kyra Sprin­ger,
den Senio­ren­bei­rat                         Wolf-Rai­ner Win­ter­ha­gen und für
den Demo­gra­fie Aus­schuss          Rolf Schul­te

Die Baby­boo­mer begin­nen ja gera­de erst, in Ren­te zu gehen. Doch schon jetzt zeigt sich, dass sich damit die Lebens­ver­hält­nis­se in Deutsch­land grund­sätz­lich ändern wer­den. Der Blick in ande­re Län­der hat deut­lich gemacht: Die­sem Pro­zess kann pro­duk­tiv begeg­net wer­den, wenn er aner­kannt wird. Er birgt zwar gro­ße Her­aus­for­de­run­gen, aber min­des­tens genau­so gro­ße Chan­cen. Die Fol­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels recht­zei­tig auf­zu­fan­gen bedeu­tet des­halb auch, ihn bereits auf loka­ler Ebe­ne zu gestal­ten.

Wir haben das The­ma des­halb jetzt erst­mal an den Lan­des­vor­stand her­an­ge­tra­gen und sind gespannt auf die Reak­ti­on. Wäre doch eine Idee für uns alle, oder? Bin gespannt auf eure Mei­nung dazu! 

 

 

 

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