Wir brauchen Boxen für Fahrradhelme und Trolleys vor den Geschäften

Ein­kau­fen mit Trol­ley – schwie­ri­ger als gedacht, sagt Jörg Jenn­rich, Spre­cher der Grü­nen Alten in Bux­te­hu­de

Text: Jörg Jenn­rich, Spre­cher der Grü­nen Alten, Bux­te­hu­de

Da wech­selt man im Alter noch ein­mal sei­nen Wohn­sitz, vom Länd­li­chen in eine Klein­stadt, auch um die Vor­zü­ge der kur­zen Wege für die All­tags­be­sor­gun­gen wahr­zu­neh­men. Anstatt für jede Klei­nig­keit mit dem Auto die Besor­gun­gen erle­di­gen zu müs­sen, so dach­te ich, leis­test  du  einen umwelt­freund­li­chen Bei­trag und gehst zu Fuß mit einem Trol­ley ( Hacken­por­sche ) zum Ein­kau­fen. Anfäng­lich, vor acht Jah­ren, so schien es, waren mei­ne Frau und ich offen­sicht­lich belä­chel­te, alte Ein­zel­gän­ger. Im lau­fe der Jah­re hat sich aller­dings manch einer in unse­rer Stadt, die­ser Pra­xis ange­schlos­sen. Nur die Bedin­gun­gen sind immer gleich schlecht geblie­ben. Es gibt zwar vor den Läden hun­der­te von Park­plät­zen für die Kun­den, die mit ihren Autos zum Ein­kau­fen fah­ren und zuzüg­lich noch ein paar ram­po­nier­te Fahr­rad­stän­der, aber es gibt kei­ne Mög­lich­kei­ten die Trol­leys, den Geh­wa­gen, Hand­ta­schen oder Fahr­rad­ta­schen und ‑hel­me z.B. in Git­ter­bo­xen vor den Läden ver­schluss­si­cher zu depo­nie­ren. Also was tun? Die ers­te Mög­lich­keit, eine*r bleibt mit dem Trol­ley als Wach­hund vor der Laden­tür ste­hen und war­tet gedul­dig bis der oder die Partner*in mit dem Ein­kauf wie­der her­aus kommt. Die zwei­te Mög­lich­keit ist, man ver­traut auf die Ehr­lich­keit der Mit­bür­ger und stellt den Trol­ley unbe­auf­sich­tigt vor der Laden­tür ab und hofft, wenn man zurück kommt, dass dort nicht zwei ste­hen. Die drit­te Mög­lich­keit, besteht dar­in, dass man sei­nen Trol­ley unten im Ein­kaufs­wa­gen lagert und mit in den Laden hin­ein­nimmt. Nun hast du dich aber als poten­zi­el­ler Laden­dieb ver­däch­tig gemacht, und es kann pas­sie­ren, dass dich die Kas­sie­re­rin vor allen ande­ren Kun­den an der Kas­se bloß­stellt und den Blick in dei­nen Trol­ley ver­langt. Beson­ders reiz­voll ist es, wenn in der Tasche schon Ware von einem ande­ren Ein­kauf gela­gert ist. Dann gibt es rich­tig Stress.

Die­se Pra­xis der Taschen­kon­trol­len erle­be ich immer öfter.

Nach aktu­el­len Berich­ten haben offen­sicht­lich LIDL und ALDI ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen ver­schärf­te Kon­trol­len vor­ge­schrie­ben. Aller­dings stel­len die­se Taschen­kon­trol­len ohne Anlass, einen „ unzu­läs­si­gen  Ein­griff in das Per­sön­lich­keits­recht “ dar.

Nur, wer will sich stän­dig mit dem armen Per­so­nal anle­gen?

Hier sind die Poli­tik und wir GRÜNEN ALTEN gefor­dert. Eine Lösung wäre ganz ein­fach:

Wenn die Laden­be­sit­zer nur Kun­den ohne Taschen beim Ein­kau­fen in ihren Dis­coun­tern haben wol­len, dann soll­ten sie nach dem Bau­recht für das Vor­hal­ten von aus­rei­chen­den Git­ter­bo­xen ver­pflich­tet wer­den.

Ich habe dies­be­züg­lich schon mehr­fach mei­ne Grü­nen Man­dats­trä­ger um Hil­fe­stel­lung gebe­ten, aber auch sie fah­ren mit dem Auto zum Ein­kau­fen und begrei­fen das Pro­blem offen­sicht­lich nicht.

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