Wahl zum Seniorenbeirat in Hamburg

In Ham­burg gibt es ein gutes Gesetz, das es mög­lich macht, in allen Bezir­ken Senio­ren­bei­rä­te zu wäh­len. Der Bei­rat ver­tritt par­tei­po­li­tisch neu­tral und kon­fes­sio­nell nicht gebun­den die Inter­es­sen älte­rer Men­schen im Bezirk. Kon­kre­te The­men, um die sich der Bei­rat küm­mert, sind zum Bei­spiel die Ver­bes­se­rung der Wohn­si­tua­ti­on, die Pfle­ge und die unein­ge­schränk­te Teil­nah­me am öffent­li­chen Leben. Es wird ver­sucht, Pro­ble­me in den Stadt­tei­len, in Senio­ren­ein­rich­tun­gen und in der Pfle­ge gemein­sam mit den Betrof­fe­nen zu lösen. Gewählt wer­den die Bezirks-Bei­rä­te von etwa 80 Dele­gier­ten auf der Senio­ren­de­le­gier­ten­ver­samm­lung. Dies­mal muss­te aller­dings noch ein­mal nach­ge­wählt wer­den, da zuwe­ni­ge Frau­en in den Bei­rat auf­ge­nom­men wor­den waren (der Frau­en- bzw. Män­ner­an­teil muss min­des­tens 40 Pro­zent betra­gen, außer­dem muss jeweils eine Frau und ein Mann mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund ver­tre­ten sein). Dadurch bin ich nun auch dabei!

Wir waren sie­ben Frau­en und acht Män­ner, die sich zu ihrer ers­ten Sit­zung im Bezirks­amt tra­fen. Gleich nach der Begrü­ßung durch Andre­as Zepik, zustän­dig für Senio­ren­ar­beit im Bezirks­amt, wur­den erst­mal Vor­sit­zen­de und Vor­stand gewählt und drei wei­te­re Mit­glie­der als Beisitzer*innen — und schwups bin ich auch im Vor­stand, das ging ja uner­war­tet schnell!

Andre­as Zepik vom Bezirks­amt Wands­bek beglei­tet die Vor­stands­wahl

 

Wir haben ein offe­nes Ohr für jeden, den der ‚Schuh drückt’”, sagt Inge-Maria Wel­de­mann, unse­re Vor­stands­vor­sit­zen­de. Des­halb sei der direk­te Kon­takt mit den Men­schen vor Ort so wich­tig.

Wer immer schon ein­mal wis­sen woll­te, was ein Senio­ren­bei­rat eigent­lich so alles dis­ku­tiert und beschließt, und in Ham­burg ist, ist herz­lich ein­ge­la­den, bei einer Sit­zung dabei zu sein. Bei sei­ner ers­ten Sit­zung beschloss der Bei­rat näm­lich, dass Sit­zun­gen zukünf­tig öffent­lich sind. Bei Bedarf kön­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ab Juli auch wäh­rend der ers­ten hal­ben Sit­zungs-Stun­de Fra­gen stel­len oder Vor­schlä­ge machen. Die jewei­li­ge Tages­ord­nung wird recht­zei­tig vor­her ins Netz gestellt.

Und: Es ist übri­gens das ers­te Mal, dass wir in Wands­bek ein grü­nes Mit­glied in Bei­rat und Vor­stand haben. Bis­her waren nur CDU und SPD stark ver­tre­ten. Soll­ten wir nicht gene­rell ver­su­chen, über­all, wo es Bei­rä­te gibt, dabei zu sein? ich fän­de das super!

Mehr Infos zum Senio­ren­bei­rat in Wands­bek gibt es auf der Home­page (http://www.lsb-hamburg.de/bezirks-seniorenbeiraete/wandsbek/).

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