Nachruf auf Werner Schulz

Nicht nur der Kreis­ver­band Pots­dam von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN trau­ert um eine Leit­fi­gur der fried­li­chen Revo­lu­ti­on, die der deut­schen Ein­heit den Weg bereitete.

Am 9. Novem­ber 2022 ver­starb Wer­ner Schulz, den wir als auf­rech­ten Demo­kra­ten und mei­nungs­star­ken, rhe­to­risch mit­rei­ßen­den Red­ner in Erin­ne­rung behalten.

Wer­ner Schulz

Im Bun­des­tag hielt er die grü­ne Fah­ne hoch, nach­dem die GRÜNEN 1990 in West­deutsch­land an der 5 %-Hür­de geschei­tert waren. Im Bun­des­tag und im Euro­päi­schen Par­la­ment blieb er sei­nen Prin­zi­pi­en treu und hielt die­se auch „sei­ner“ rot­grü­nen Regie­rung (Schröder/Fischer) vor: Als einer von Weni­gen in den Regie­rungs­par­tei­en ver­wei­ger­te er den Hartz-Geset­zen sei­ne Zustim­mung. Wir sind froh, dass er noch sehen konn­te, dass die­se bald durch das Bür­ger­geld abge­löst wer­den sollen.

Er warn­te früh vor der Gefahr, die von dem Geheim­dienst­mann Putin aus­ging und hoff­te für Russ­land auf einen neu­en Gor­bat­schow. Bei ihm konn­ten wir spü­ren, wie schmerz­haft Kom­pro­mis­se sein kön­nen. In vie­lem war er als eigen­stän­dig, kri­tisch den­ken­der Mensch dem eben­falls in die­sem Jahr ver­stor­be­nen Chris­ti­an Strö­be­le ähn­lich. Wie die­ser hin­ter­lässt er eine schmerz­haf­te Lücke. Gera­de heu­te, wo jetzt die Demo­kra­tie und die Frei­heit wie­der ange­grif­fen wer­den, wird er uns sehr fehlen.

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