Wie Altersfreundlich ist unsere Stadt?

Gut leben in der altersfreundlichen Stadt!

Die Alten von heu­te sind nicht mehr die von vor 20 Jahren!

Trotz­dem sind unse­re Alters­bil­der immer noch von Schutz­be­dürf­tig­keit und Gebrech­lich­keit geprägt. Wir brau­chen also drin­gend einen neu­en Blick auf das Alter, um dem demo­gra­fi­schen Wan­del begeg­nen zu kön­nen. Schließ­lich ist in Deutsch­land bereits heu­te ein Vier­tel der Bevöl­ke­rung über 60 Jah­re alt.

Die heu­ti­gen Alten sind anders …

Das ist auch kein Dra­ma, wenn wir gut auf­ge­stellt sind.

Und dafür eig­net sich das „Age-friend­ly Cities and Communities“-Konzept der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) bestens!

Das Kon­zept

Um zum glo­ba­len Netz­werk dazu­zu­ge­hö­ren, ver­pflich­ten sich die Mit­glieds­städ­te oder ‑gemein­den, den Bedürf­nis­sen älte­rer Men­schen beson­de­re Auf­merk­sam­keit zu schenken.

Bei­tre­ten kann jede Stadt und Gemein­de oder auch ein Bezirk einer Stadt oder ein gan­zes Land, ein finan­zi­el­ler Bei­trag ist damit nicht verbunden.

Aktu­ell haben sich über 1100 Städ­te und Gemein­den in 44 Län­dern­dem Netz­werk ange­schlos­sen. Z. B. Lon­don, New York und Madrid, ein Bezirk von Hong­kong, Kana­da als gesam­te Nati­on. In Deutsch­land sind es bis­her Rade­vorm­wald in Nord­rhein-West­fa­len und seit kur­zem auch Münster.

Am Wahlkampfstand

Und in Ham­burg hat man sich unter Feder­füh­rung der GRÜNEN dar­auf geei­nigt, einen Akti­ons­plan im Sin­ne einer Age-friend­ly City (AfC) zu entwickeln.

Bei dem inter­na­tio­na­len Netz­werk geht es um einen welt­wei­ten Aus­tausch von alters­freund­li­chen Bei­spie­len aus der Pra­xis, indem kon­kre­te Maß­nah­men in eine Daten­bank hoch­ge­la­den wer­den, die für­je­den ein­seh­bar ist.

Alters­freund­lich – was bedeu­tet das?

Wir GRÜNEN über­set­zen age-friend­ly nicht nur mit alters­freund­lich, son­dern mit alters- und genera­tio­nen­freund­lich. Vie­le Wün­sche älte­rer Men­schen ent­spre­chen näm­lich genau dem, was sich auch Jün­ge­re wün­schen oder Eltern für ihre Kinder. 

Unter­schied­li­che Städ­te und Gemein­den haben unter­schied­li­che Kon­zep­te, es gibt nicht den Weg, der für alle gilt. Hier ein Ein­blick in The­men, die wir in Ham­burg für wich­tig halten:

  • Gut beleuch­te­te Fuß- und brei­te Rad­we­ge, auf denen sich sowohl Senior*innen als auch Kin­der sicher fühlen.
  • Neue Quar­tiers­kon­zep­te, die auf nach­bar­schaft­li­che Unter­stüt­zung set­zen und aus­rei­chend Grün­flä­chen, die zu Fuß erreicht wer­den können.
  • Kos­ten­lo­se Sport­an­ge­bo­te im Park, die Kör­per und Geist fit halten.
  • Neue For­men ambu­lan­ter Pfle­ge unter Ein­be­zie­hung der nach­bar­schaft­li­chen Strukturen.
  • Län­ge­re Ampel­pha­sen für alle Men­schen, die nicht so gut zu Fuß oder mit dem Roll­stuhl unter­wegs sind.
  • Fle­xi­ble Wohn­ein­hei­ten, die man nach Bedarf ver­grö­ßern und ver­klei­nern kann.
  • Ein­fa­cher Wohn­raum­tausch, um nicht mehr benö­tig­ten Wohn­raum frei machen zu können.
  • Unter­stüt­zung beim Umzug in klei­ne­re Wohnungen.
  • För­de­rung von Mehr-Genera­tio­nen­woh­nen, Hil­fe beim Ein­rich­ten von Senior*innen-WGs.
  • Bar­rie­re­ar­mut in Woh­nun­gen und im öffent­li­chen Raum.
  • Umfas­sen­de ana­lo­ge und digi­ta­le Teilhabe.
  • Lebens­lan­ges Ler­nen als Vor­aus­set­zung für Teilhabe.
  • Genera­ti­ons­über­grei­fen­de Treff­punk­te gegen Einsamkeit.
  • Begeg­nungs­stät­ten, an denen man nicht kon­su­mie­ren muss.

Der Vor­teil von AfC liegt auf der Hand:

Wir bekom­men eine sicht­ba­re Klam­mer für alle vor Ort bereits exis­tie­ren­den Maßnahmen.

Wir haben einen Moder­ni­sie­rungs­schub für Seniorenpolitik.

Wir sind inter­na­tio­nal ver­netzt über die WHO.

Wir haben ein inter­na­tio­na­les Label, das Senio­ren­po­li­tik aufwertet.

Autor: Chris­ta Möller-Metzger

Die Kurz-URL für die­sen Arti­kel ist: http://gruenealte.de/xgxue

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