Beim Seniorentag in Frankfurt

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Der GA-Stand in Frank­furt mit Anto­nia Schwarz, mir und Bernd Gosau

Alle zwei Sekun­den wird welt­weit ein Mensch 60 Jah­re alt, 1950 waren es 200 Mil­lio­nen, 2050 wer­den es zwei Mil­li­ar­den sein. Und es wird zum ers­ten Mal mehr älte­re Men­schen als Kin­der geben. Das aber, sag­te der Ober­bür­ger­meis­ter von Frank­furt, Peter Feld­mann, auf dem Deut­schen Senio­ren­tag, sei kein Grund zur Sor­ge, son­dern eine Chan­ce, die wir nut­zen soll­ten. Senio­ren­po­li­tik sei kein Nischen­the­ma, son­dern aktu­ells­te Zukunfts­auf­ga­be. Wir müss­ten aber drin­gend unser Alters­bild ändern: Nicht nur die Welt­rei­sen­den mit prall gefüll­tem Porte­mon­naie oder die bett­lä­ge­ri­gen mit Pfle­ge­stu­fe 3 sehen, son­dern auch die vie­len Grau­tö­ne dazwi­schen.

Ange­la Mer­kel wünsch­te sich, dass die erfah­re­nen Fach­kräf­te län­ger im Arbeits­pro­zess blie­ben und will sich für eine Fle­xi­bi­li­sie­rung des Ren­ten­ein­tritts ein­set­zen. Gleich nach der Som­mer­pau­se. “Unver­ant­wort­lich, wenn man nur an Schnel­lig­keit denkt und ver­gisst, dass Älte­re die Abkür­zung ken­nen.” Franz Mün­te­fe­ring dis­ku­tier­te des­halb mit zukünf­ti­gen Abitu­ri­en­tIn­nen, wie das Mit­ein­an­der zwi­schen jung und alt klap­pen kann.

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Ange­la Mer­kel wünscht sich eine Fle­xi­bi­li­sie­rung des Ren­ten­ein­tritts – ab wann blieb offen

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Bernd Gosau aus Bre­men dis­ku­tiert über die Grün­dung von Ban­den

 

Zu den 111 Ver­ei­nen die die­sen Kon­gress ver­an­stal­tet haben, gehö­ren auch die Bun­des­grü­nen Alten, die mit einem Stand auf der beglei­ten­den Mes­se ver­tre­ten waren. Bernd Gosau, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der GA hielt einen gut besuch­ten Vor­trag über die Ver­ant­wor­tung der jun­gen Alten für die Gesell­schaft und for­der­te die­se Alters­grup­pe auf, sich ein­zu­mi­schen: “Bil­det Ban­den ohne Hier­ar­chi­en, Ihr könnt sagen, was Ihr denkt, müsst kei­ne Rück­sich­ten neh­men und kein Blatt vor den Mund, Ihr habt nichts zu ver­lie­ren – aber viel zu gewin­nen!” Es gab vie­le, span­nen­de Dis­kus­sio­nen zur demo­gra­phi­schen Ent­wick­lung, aber auch Infor­ma­tio­nen über emo­tio­na­le Robo­ter mit selbst­ler­nen­dem Pro­gramm für Demenz­pa­ti­en­tIn­nen, über neue Wohn­kon­zep­te und Ver­bän­de, die Älte­re mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund unter­stüt­zen, es wur­de dis­ku­tiert über die Not­wen­dig­keit, Pfle­ge­hei­me bes­ser zu über­wa­chen, es gab Ernäh­rungs­in­for­ma­tio­nen und vie­le Tipps, län­ger fit und gesund zu blei­ben. Zum Bei­spiel mit einem fein abge­stimm­ten Trai­nings­pro­gramm für Hoch­alt­ri­ge, das Mus­keln auf­baut und dadurch Stür­ze und ihre oft lang­wie­ri­gen Fol­gen nach­weis­lich ver­hin­dern kann.

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Mün­te im über­vol­len Saal kurz vor der Dis­kus­si­on mit Abitu­ri­en­tIn­nen

Scha­de: Wäh­rend die CDU auf dem gut besuch­ten Kon­gress u.a. mit Ange­la Mer­kel ver­tre­ten war, die SPD mit Franz Mün­te­fe­ring, hat­te die Ver­tre­te­rin der Grü­nen Jugend, die mit den Grü­nen Alten zusam­men dis­ku­tie­ren soll­te, lei­der absa­gen müs­sen: Sie hat­te einen Ter­min mit dem Grü­nen Vor­stand zur glei­chen Zeit. An drei Tagen waren etwa 15.000 Besu­cher – trotz extre­mer Hit­ze – gekom­men. Und auch am grü­nen Stand wur­de viel dis­ku­tiert!

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