Selbstbestimmt wohnen im Quartier

Die Mehr­zahl der Stadt­quar­tie­re und Sied­lun­gen sind auto­ge­recht, aber durch viel­fa­che Bar­rie­ren, Lärm, Unfall­ge­fah­ren und man­geln­de Erho­lungs­räu­me wenig men­schen­ge­recht gestal­tet. Die Kom­mu­nen müs­sen die­se Situa­ti­on für Jung und Alt im Sin­ne einer lebens­wer­ten Infra­struk­tur ändern.

Bei Hilfs- und Pfle­ge­be­dürf­tig­keit wol­len wir uns ein Höchst­maß an Eigen­stän­dig­keit und per­sön­li­cher Wür­de bewah­ren und so lan­ge wie mög­lich in der eige­nen Woh­nung, in nach­bar­schaft­lich oder gemein­schaft­lich orga­ni­sier­ten Wohn­for­men oder in Pfle­ge-Wohn­ge­mein­schaf­ten unse­ren Lebens­abend ver­brin­gen.

So unter­schied­lich die Men­schen heu­te leben, so dif­fe­ren­ziert sind auch ihre Bedürf­nis­se für ein Leben im Alter. Selbst­ver­ständ­lich muss sein, dass bei der Pla­nung von Quar­tie­ren der Bereich des Alters nicht aus­ge­klam­mert wird.

Wohnen im Quartier

Ein Para­dig­men­wech­sel ist not­wen­dig: hin zu quar­tiers­be­zo­ge­nen Wohn- und Pfle­ge­ar­ran­ge­ments und weg vom wei­te­ren Aus­bau der Groß- und Son­der­ein­rich­tun­gen. Die sich ändern­den, indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se der älte­ren Men­schen bis ins hohe Alter ste­hen dabei im Mit­tel­punkt; so kann der Zeit­punkt der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit hin­aus­ge­scho­ben oder gar ver­mie­den wer­den.

 Denn immer weni­ger Men­schen wol­len in einem tra­di­tio­nel­len Pfle­ge­heim leben. Gewünscht wird statt­des­sen eine Infra­struk­tur vor Ort,  Pfle­ge und Betreu­ung im Quar­tier,  damit in ver­trau­ter Umge­bung ein selbst­be­stimm­tes Leben mög­lich ist.

Die ambu­lan­te Ver­sor­gungs­si­cher­heit vor Ort führt zu einer Ent­las­tung der Kom­mu­nen, die dann wie­der­um zum erfor­der­li­chen Aus­bau der dezen­tra­len Infra­struk­tur her­an­ge­zo­gen wer­den könn­te.

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